Hassliebe: Warum wir unser Auto lieben, aber auch hassen

Das Auto ist bekanntlich des Deutschen größte Liebe. Das Sozialforschungsinstitut forsa hat zu diesem Thema eine Studie erstellt, in der es die besondere Beziehung zwischen dem deutschen Autofahrer und seinem Auto beleuchtet. Mehr als 73 Prozent der 1.253 Befragten gaben an, sich ein Leben ohne ihr Fahrzeug nicht vorstellen zu können. Für die überwiegende Mehrheit (87 Prozent) ist das Automobil ein Symbol für Unabhängigkeit, drei Viertel der Bundesbürger (77 Prozent) hält es für ein Mittel zum Zweck; der Fahrspaß ist nur für 38 Prozent von Bedeutung. Dass diese Autoliebe nicht günstig ist, hat eine andere forsa-Studie (Sicherheit und Komfort im Auto) ergeben: 1.000 Euro jährlich zahlen die Deutschen für die Instandsetzung und Pflege ihres Fahrzeugs. Dennoch ist das Verhältnis zwischen dem Besitzer und seinem fahrbaren Untersatz nicht immer ganz romantisch. Man könnte eher von einer Hassliebe sprechen.

Ich liebe dich (gelegentlich), mein Auto

Wenn der Nachbar im Winter in den frühen Morgenstunden aufsteht und zitternd zur Bushaltestelle geht, kann man sich als Autobesitzer glücklich schätzen. Das Auto steht in der Garage und erwartet seinen Besitzer mit einer gemütlichen Atmosphäre, um ihn zur Arbeit zu fahren. In solchen Situationen ist man wirklich froh, dass man ein Auto hat. Doch nicht alle Pkw-Besitzer können sich so glücklich schätzen. Einige besitzen keine Garage, sondern nur einen Stellplatz im Freien. Diese Personen stehen, genauso wie ihr Nachbar, früh auf, um mit einem Eiskratzer bewaffnet die Scheiben freizuräumen. Am liebsten würde man sein Fahrzeug stehen lassen und den Bus nehmen.

Nach der kalten Jahreszeit folgt der Frühling mit seiner launischen Stimmung: Mal ist es kalt, Mal regnet es – dann ist es plötzlich warm. Und im Sommer? Zur heißen Jahreszeit freuen sich Autofahrer, dass sie die Klimaanlage aufdrehen können, während ihre Mitmenschen auf dem Weg zur Arbeit ins Schwitzen kommen. Würde man dabei bloß nicht im Stau feststecken und mehr Benzin als üblich verbrauchen – das verflixte Auto!

Bei der Kfz-Zulassung nicht ärgern

Es gibt durchaus Situationen, die Autofahrer zur Weißglut bringen; andere wiederum können sie sich ersparen. Ein gutes Beispiel: die Kfz-Zulassung. Sie war früher eine wahre Geduldsprobe, an der so mancher Pkw-Besitzer gescheitert ist. Zwar haben die Behörden sich bemüht, die Prozedur zu vereinfachen. Dennoch lässt sich die Zulassung noch nicht komplett online abwickeln, so wie man es sich wünschen würde. Oder doch?

Eine Kfz-Zulassung können Autofahrer durchaus auch online erledigen lassen – nämlich von einem Zulassungsdienst wie Kroschke, der die gesamte Prozedur für Autofahrer übernimmt. Der Experte verschont Verbraucher vor langen Wartezeiten bei der Zulassungsstelle und bietet sogar einen Expressservice für diejenigen an, die es besonders eilig haben. Für die Online-Zulassung müssen Interessenten lediglich einen Antrag ausfüllen, die Dokumente zusenden und warten, bis sie ihre Euro-Kennzeichen per Post nach Hause erhalten.

Das Auto kann auch unkompliziert sein

Dienstleister wie Kroschke, die eine nervenzerreibende Prozedur für Autofahrer übernehmen, zeigen, dass das Fahrzeug uns nicht immer ärgern muss. Aus einer Hassliebe kann eine romantische Beziehung werden, wenn man weiß, wie ein Pkw zu nutzen ist.

Ein neuer Star am Himmel der Dienstleistungsbranche ist das sogenannte CarSharing. Anstatt sich ein Auto zu kaufen, leiht man es gegen eine Gebühr oder monatliche Mitgliedschaft aus. Löst dieses Angebot die Hassliebe zum Auto? Das kommt auf die Situation an. Wer kein Auto besitzt und es nur bei Bedarf ausleiht, reduziert mit Sicherheit nervige Situationen:

  • Stau in der Großstadt? CarSharing-Fahrzeuge dürfen in einigen Großstädten die Busspur nutzen.
  • Reifen platt? Auto abstellen und ein anderes Fahrzeug nehmen.
  • Keine Parkplätze? CarSharing-Nutzer haben teilweise eigene Parkplätze und dürfen gratis parken.

Eines ist sicher: CarSharing gewinnt an Beliebtheit. Laut dem Bundesverband CarSharing gibt es in Deutschland mehr als 1,2 Millionen Personen, die sich rund 16.000 Fahrzeuge teilen (Stand: Januar 2016). Zum Vergleich: 2012 nutzten rund 250.000 Menschen dieses Angebot.

Das Auto trägt selten die Schuld

Wer sich von seiner großen Liebe nicht trennen und auf das CarSharing-Modell umsteigen möchte, der sollte an seiner Beziehung zu seinem Pkw arbeiten. Ist man von eingefrorenen Scheiben im Winter genervt, sollte man eine Garage bauen oder ein Carport montieren; auch das Nachrüsten einer automatischen Scheibenheizung mit Timer ist sinnvoll, um sich eiskalten Frust im Winter zu ersparen. Gegen einen hohen Benzinverbrauch im Sommer kann man kaum etwas tun. Wer will schon bei Temperaturen von über 30 Grad Celsius im Auto schwitzen? Aber: Vielleicht spart man im Sommer Geld, indem man zum richtigen Zeitpunkt tankt. Die ideale Tankzeit liegt laut dem Bundeskartellamt zwischen 18:00 und 20:00 Uhr. Mit einer passenden App fürs Smartphone findet man auch die günstigste Tankstelle auf dem Weg zur oder von der Arbeit.

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