Blitzwarner: was erlaubt ist und was nicht

Nie wieder selbst auf Radarfallen achten, sondern sich bequem vom Navi kurz vorher warnen lassen? Eigentlich klingt die Vorstellung ganz verlockend. Die Testsieger dieser Ger√§te haben inzwischen viele zus√§tzliche Funktionen, die √ľber die eigentliche Navigation hinausgehen. Dazu geh√∂ren die eben angesprochenen Blitzerwarner, die bei vielen Ger√§ten schon vorinstalliert sind. Allerdings ist das ganze rechtlich sehr umstritten, denn wer mit dem kleinen Helfer an Bord von der Polizei kontrolliert wird, muss mit einer empfindlichen Strafe rechnen.

Strafenkatalog und Grauzonen

Derzeit sind es noch 75 Euro plus vier Punkte in der Verkehrss√ľnderkartei. Theoretisch d√ľrfte die Polizei das fragliche Navi sogar beschlagnahmen. Bisher sind aber keine gr√∂√üeren F√§lle bekannt geworden, in denen diese Ma√ünahmen wirklich zum Einsatz kamen. Doch warum eigentlich? Obwohl die Nutzung von Blitzerwarnern in Navigationsger√§ten offiziell nicht erlaubt ist, sind sich Anw√§lte und Gesetzeskundige nicht ganz einig, wie die zweifelhafte Funktion rechtlich einzuordnen ist. Allerdings d√ľrfte 2014 genauere Regelung dieser Situationen zu erwarten sein, selbst eine vollkommene Legalisierung der Programme wird derzeit diskutiert.

Das App-Schlupfloch

Noch undurchsichtiger und kurioser wird die Sachlage bei Blitzer-Apps f√ľrs Smartphone: Auch die sind verboten, zumal die Nutzung des Smartphones ohne Freisprechanlage w√§hrend der Fahrt sowieso gef√§hrlich und heikel ist. Weniger eindeutig ist die Situation jedoch, wenn es sich um das Smartphone des Beifahrers handelt: Der n√§mlich darf auf seinem Telefon jede App aktivieren, die er nutzen m√∂chte, da die Stra√üenverkehrsordnung allerdings nur dem Fahrer selbst verbietet, einen Blitzerwarner mitzuf√ľhren. Und genau da findet sich das sprichw√∂rtliche Schlupfloch: Solange dem Fahrer nicht nachweislich bekannt ist, dass sein Beifahrer eine Blitzer-App nutzt, entgeht er der Strafe. Eine aktive und direkte Warnung vor einer bevorstehenden Radarfalle sollte der Beifahrer zwar tunlichst unterlassen ‚Äď doch das hindert ihn ja nicht daran, den Fahrzeugf√ľhrer dazu anzuhalten, die Geschwindigkeit etwas zu drosseln. Was seltsam und √ľbertrieben spitzfindig klingt, f√ľhrt jedoch auch dazu, dass es der Polizei verh√§ltnism√§√üig schwer f√§llt, einen solchen Versto√ü gegen das Blitzerwarner-Verbot nachzuweisen.

Die sichere Papier-Variante

Wer auf Nummer sicher gehen will und das Risiko mit Navi oder App nicht eingehen m√∂chte, der kann sich die Informationen √ľber fest installierte Radarfallen oder beliebte Blitzer-Standorte bereits zu Hause am Rechner herunterladen. Eine Vielzahl an Internetportalen bietet die M√∂glichkeit, die Daten kostenlos auszudrucken. Das mag zwar nicht so aktuell sein wie die Informationen w√§hrend der Fahrt ‚Äď doch wer den Ausdruck im Auto mitf√ľhrt, ist bei einer Polizeikontrolle fein raus. Denn laut Stra√üenverkehrsordnung ist nur die situationsbedingte Warnung vor einer unmittelbar

Ein Gedanke zu „Blitzwarner: was erlaubt ist und was nicht

  1. hartmut wagenbrett sagt:

    klasse Artikel und Seite

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

zur√ľck zu den News





Unterstützt von:

Autokredit
Kontakt | Impressum | Datenschutz | Werbung | Webmastertools
© 2018 by Routenplaner 24
ROUTENPLANER 24 - AUTOROUTE - STRASSENKARTE - ROUTE - ROUTENPLANUNG - STADTPLAN - KOSTENLOS
Routenplaner - Autoroute für Deutschland und Europa mit dem Sie Ihre Autoroute und Autoreisen online
kostenlos planen können. Auch Stadtpläne, Strassenkarte, Routenplan, Reisen, Hotels und vieles mehr.