Outdoor-Fans aufgepasst – Vier Geheimtipps für den nächsten Wanderurlaub

Ein bekanntes Sprichwort lautet “Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen”. Wer das Wandern einmal als Leidenschaft für sich entdeckt hat, wird dem sicher zustimmen. Zu Fuß die Welt zu entdecken, ist ein großes Abenteuer und eine ganz besondere Erfahrung. Wer auf Wanderschaft geht, kann die Natur um sich herum hautnah erleben und aus ihr neue Kräfte schöpfen. Fernab des stressigen und hektischen Alltags in den Tag hineinleben und in der unberührten Landschaft zu sich selber finden – dies ist eine Erwartung, die viele Outdoor-Fans, welche eine Abenteuerreise mit dem Rucksack jedem Cluburlaub vorziehen, teilen.

Doch wer diese fast schon spirituelle Erfahrung wünscht, sollte stark frequentierte Wanderrouten meiden. Aus diesem Grund folgen nun vier Geheimtipps für Wanderer, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Vielleicht ist ja die eine oder andere Inspiration für die nächste Entdeckungstour dabei.

1)      Wandern in der Wildnis – Vier Reiseziele für Abenteurer

Wie die nachstehende Statistik zeigt, favorisieren im Jahr 2015 rund 17 Millionen Deutsche den Wanderurlaub als bevorzugte Urlaubsreise. Doch nicht nur auf Schweizer Alpenrouten und ausgetretenen Pilgerpfaden in Frankreich lässt sich die Welt entdecken. Wer das Abenteuer sucht, den verschlägt es meist in die Wildnis.

Im Jahr 2014 zogen 17,17 Millionen Deutsche den Wanderurlaub anderen Urlaubsformen vor (© IfD Allensbach / In: Statista 2015)

a)     Alberta – der Wilde Westen Kanadas

Alberta erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von 661,185 Quadratkilometern und macht somit rund 6,6 Prozent der Gesamtfläche Kanadas aus. Der höchste Punkt des Landes ist mit 3.747 Metern Höhe Mount Columbia, der in den Rocky Mountains gelegen ist. Wer Alberta und vor allem seine zahlreichen Nationalparks zu Fuß erkundet, trifft dort auf atemberaubende Landschaften und eine facettenreiche Flora und Fauna. Wer Glück hat, bekommt sogar ein Dickhornschaf zu sehen, das offizielle Repräsentationstier der kanadischen Provinz.

Moraine lake rocky mountain panorama

Im Winter wird es vor allem im Norden Kanadas extrem kalt. Die Sommer hingegen sind warm, im Süden sogar recht heiß. In Ottawa beträgt die Durchschnitttemperatur im Januar elf Grad minus und im Juli 21 Grad. Das ganze Jahr über sind immer mal wieder Niederschläge zu erwarten. Für Touristen ist die beste Reisezeit Mai bis Juni oder auch September bis Oktober, dann nämlich färbt der Indian Summer die gesamte Landschaft stimmungsvoll ein, so optimale-reisezeit.de.

ii)       Landschaftliche Besonderheiten

Wanderer überzeugt Alberta vor allem durch seine landschaftliche Schönheit. Reißende Flüsse, majestätische Berggipfel und smaragdgrüne Seen sowie urwüchsige Wälder und eine vielseitige Flora und Fauna lassen wohl jeden Betrachter spüren, wie atemberaubend, kostbar und schützenswert diese ursprüngliche Natur ist. Auf den weitläufigen Flächen Albertas kann nicht nur gewandert, sondern auch geklettert werden. Auch Reiten, Kanufahren oder Wildwasser-Rafting sowie Mountainbiken sind möglich. Nicht unerwähnt bleiben, dürfen auch die zahlreichen Provinz- und Nationalparks Albertas, die zum Teil sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Unter 100-prozent-alberta.de finden Interessierte zusätzliche Informationen.

iii)       Einreisebestimmungen und Schutzimpfungen

Wie der Seite des Auswärtigen Amtes zu entnehmen ist, nutzt Kanada seit dem 01.08.2015 das eTA-Verfahren. Diese Abkürzung steht für „ElectronicTravelAuthorization“. Das bedeutet, dass deutsche Staatsbürger, welche nach Kanada reisen und von der Visapflicht befreit sind, spätestens ab dem 15.03.2016 vor ihrem Reiseantritt eine elektronische Einreisegenehmigung beantragen müssen. Nur so ist die Einreise nach Kanada per Flugzeug möglich. Bei der Einreise nach Kanada sowie auf Inlandflügen ist zudem mit zeitintensiven Kontrollen zu rechnen, da die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor terroristischen Anschlägen verschärft wurden. Zur Einreise wird ein gültiger Reisepass oder ein vorläufiger Reisepass benötigt. Ein Personalausweis reicht nicht aus.

Bei der Einreise nach Kanada sollten Kinder sowie Erwachsene über die Standardimpfungen, welche dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes zu entnehmen sind, verfügen. Eine Schutzimpfung gegen Hepatitis B wird empfohlen, wenn sich Reisende in den nördlichen Teilen des Landes aufhalten wollen. Zudem können Impfungen gegen Meningitis, Masern und Tollwut sinnvoll sein. Anbei die Impfempfehlungen auf einen Blick:

Impfemfehlungen für Kanada:

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Polio
  • Pertussis
  • Mumps
  • Masern
  • Röteln
  • Influenza
  • Hepatitis B
  • Meningitis
  • Tollwut

iv)       Wissenswertes über Land und Leute

Anbei die wichtigsten Informationen über Land und Leute im Überblick:

  • Alberta wird auch als Land der Cowboys bezeichnet, weil dort sehr viele Rancher leben.
  • Jedes Jahr findet in Calgary das weltweit größte Rodeo namens Calgary Stampede statt.
  • Rund 2,2 Prozent der Bevölkerung sind Deutsche-Muttersprachler, Amtssprache ist Englisch.
  • In größeren Städten werden Kreditkarten und Reiseschecks akzeptiert, wer in ländlichen Regionen unterwegs ist, sollte Bargeld, also Kanadische Dollar, dabei haben.
  • Anders als in Deutschland enthalten die angegebenen Preise noch keine Mehrwertsteuer.
  • Das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit ist untersagt.

v)       Höhlenwandern für Anfänger und Fortgeschrittene und geführte Tierbeobachtungstouren

In Alberta können Wanderer nicht nur normale Berg- und Talwanderungen unternehmen, sondern auch Teil einer vom jeweiligen Nationalpark organisierten Wanderung sein. Dem Beitrag “Wandern in Alberta – Auf Entdeckungstour durch die Wildnis” von Sportscheck, ist zu entnehmen, dass es unter anderem geführte Höhlenwanderungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gibt. Die optimale Höhle für Anfänger ist Grotto Mountain. Die anderen Höhleneingänge befinden sich meist oberhalb der Baumgrenze, weshalb hier einiges an Klettererfahrung sowie passender Ausrüstung nötig ist. Tierfreunde können zudem an einer geführten Tierbeobachtung teilnehmen und mit etwas Glück auf wilde Bisons, Pumas, Bären oder Elche treffen.

a)     Oman – eine Wanderung durch die Wüste

Der Oman ist auf der Arabischen Halbinsel gelegen und wird offiziell Sultanat Oman genannt. Bei Outdoor-Fans und Wanderbegeisterten ist der arabische Staat aufgrund seiner vielfältigen Natur und seiner Fremdartigkeit bereits ein echter Geheimtipp.

i)       Klimatische Bedingungen und beste Reisezeit

Die Sommer im Oman sind sehr heiß, die Winter warm. Im Januar beträgt die Durchschnittstemperatur 22 Grad, im Juni 34 Grad. Hauptsächlich zwischen November und März ist mit geringen Niederschlagsmengen zu rechnen. Da es von Mai bis September am heißesten ist, sollten Touristen möglichst zwischen November und März in den Oman reisen.

ii)      Landschaftliche Besonderheiten

Seine Küste, die Wadis-Schluchten sowie die imposanten Wüstenregionen und Berge machen den Oman zu einer landschaftlich so reizvollen Region. Palmen, Feigenbäume und geheimnisvolle Höhlen säumen den Weg und manch einer meinte schon, dass das Flussbett Wadi Shab an eine orientalische Variante des Grand Canyon erinnert. In der Wahiba-Wüste sind vor allem die Sonnenaufgänge ein riesiges Spektakel. Dort leben auch heute noch zahlreiche Beduinen. Nizwa hingegen ist eine grüne Oasenstadt voller üppiger Palmenhaine.

Desert Wahiba Oman

iii)    Einreisebestimmungen und Schutzimpfungen

Deutsche Staatsangehörige, die in den Oman einreisen wollen, brauchen dafür einen gültigen Reisepass. Auch ein vorläufiger Reisepass wird akzeptiert. Wichtig zu beachten ist, dass alle Einreisedokumente noch ein halbes Jahr nach Einreise gültig sein müssen.

Auch bei einer Reise in den Oman werden die Standardimpfungen, also Impfungen gegen Tetanus, Pertussis, Polio und Diphtherie, gegebenenfalls auch gegen Masern, Röteln und Mumps sowie gegen Influenza und Pneumokokken nahegelegt. Auch eine Impfung gegen Hepatitis A wird empfohlen. Anbei die Impfempfehlungen auf einen Blick:

Impfempfehlungen für den Oman:

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Polio
  • Pertussis
  • Mumps
  • Masern
  • Röteln
  • Pneumokokken
  • Hepatitis A

iv)       Wissenswertes über Land und Leute

Oman ist eines der am dünnsten besiedelten Länder weltweit. Staatsreligion ist der Islam und Amtssprache Arabisch. Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, in der Öffentlichkeit generell zurückhaltend aufzutreten und auf die religiösen, politischen sowie kulturellen und sozialen Traditionen des Landes Rücksicht zu nehmen. Das bedeutet zum Beispiel, dass dezente und den Körper verhüllende Kleidung getragen werden sollte. Außerdem besteht vor den Küsten Somalias und der Nachbarstaaten sowie den angrenzenden Gewässern nach wie vor ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Weitere wichtige Informationen über Land und Leute sind:

  • Die Gefährdung durch Gewalt- oder Diebstahlkriminalität ist gering.
  • Aufgrund der aktuellen Lage im Jemen müssen Touristen bei Überlandfahrten mit vermehrten Straßenkontrollen rechnen.
  • Während des Fastenmonats Ramadan müssen Touristen mit Einschränkungen im Alltag rechnen, wie etwa, dass Restaurants tagsüber geschlossen sind. Zudem sind Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während dieser Zeit auch Nichtmuslimen untersagt.

v)       Wander- und Klettermöglichkeiten im Hadschar-Gebirge

Wer in den Oman reist, um zu wandern und zu klettern, sollte das Hadschar-Gebirge aufsuchen. Dort finden sich rund 42 ausgewiesene und gut markierte Trekkingpfade. Besonders schön ist der “Grüne Berg” Jebel Akhdar. Die raue Oberfläche wird von einer Vielzahl an Wasserkanälen durchzogen und wer sich bis rauf auf das riesige Saiq-Plateau in 2000 Metern Höhe wagt, wird mit einer überwältigenden Aussicht belohnt. Es ist an zahlreichen Stellen möglich, unter freiem Himmel zu übernachten, so auch auf dem Gipfel des Grünen Berges. Nach dem kräftezehrenden Trekking kann sich noch einige Zeit an der Küste des Omans entspannt werden, wo es zum Teil endlos lange und feine Sandstrände gibt.

a)     Malaysia – ein bisher unterschätztes Wanderparadies im südchinesischen Meer

Das im südchinesischen Meer gelegene Malaysia ist eher nicht für seine zahlreichen Wander-Urlauber bekannt und somit noch ein echter Geheimtipp. Denn der Staat in Südostasien ist ein wahres Naturparadies und besticht Wander-Fans mit seinen traumhaften Stränden, seiner exotischen Landschaft und seiner artenreichen Flora und Fauna.

i)       Klimatische Bedingungen und beste Reisezeit

In Malaysia ist es das ganze Jahr über sehr warm. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 28 Grad. Wie der Seite des Tropeninstitutes zu entnehmen ist, können die Tage dort sehr heiß, die Nächte allerdings recht kühl werden. Die Luftfeuchtigkeit beträgt 95 Prozent und mehr, was für Nordeuropäer erst einmal gewöhnungsbedürftig sein kann. Im Osten der Halbinsel sowie in Sarawak und Sabah ist die Hauptregenzeit zwischen November und Februar. Von August bis September regnet es an der Westküste. Daraus ergibt sich die Ostküste und das Zentrum Juni bis August als beste Reisezeit und die Westküste kann das ganze Jahr über gut bereist werden.

ii)      Landschaftliche Besonderheiten

Die weißen Sandstrände Malaysias ziehen jährlich unzählige Badetouristen an. Wer echte Abenteuer erleben will, wagt sich allerdings ins Hinterland. Dort wartet der nahezu undurchdringliche malaysische Dschungel. Zahlreiche exotische Tier- und Pflanzenarten sind dort beheimatet. Dies gilt ganz besonders für die Nationalparks Malaysias, welche Wanderer mit ihrem Urwald, ihren Sümpfen, Mangrovenwäldern und weitläufigen Graslandschaften in ihren Bann ziehen. Wie dem Portal wandern.de zu entnehmen ist, sind dort auch Orang-Utans, Fledermäuse, Elefanten, Gibbons, Wildkatzen, Bartschweine und Nasenaffen heimisch. Die größte Herausforderung für Wanderer ist jedoch der Mount Kinabalu, der höchste Berg Südostasiens.

iii)    Einreisebestimmungen und Schutzimpfungen

Nach Malaysia dürfen deutsche Touristen nur unter Vorlage eines gültigen Reisepasses einreisen. Ein vorläufiger Reisepass hingegen reicht nicht aus. Auch hier müssen die Reisedokumente mindestens sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein.

tropical rain forest

Standardimpfungen werden empfohlen. Wer sich länger in Malaysia aufhalten will, sollte zudem gegen Hepatitis A und B, Typhus sowie Tollwut und Japanische Encephalitis geimpft sein. Für all jene, die aus einem aktuellen Gelbfiebergebiet nach Malaysia einreisen wollen, ist eine Gelbfieberimpfung verpflichtend. Ebenfalls gut zu wissen ist, dass Malaria auf Malaysia vorkommt. Dennoch ist die Einnahme von Malaria Medikamenten für Touristen, die in risikoreiche Gebiete reisen, aktuell nicht nötig. Auch das Dengue-Fieber tritt in Malaysia auf. Es gibt jedoch keine Möglichkeit einer Impfprophylaxe, weshalb Touristen sich bestmöglich vor Mückenstichen schützen sollten, denn es sind die Mücken, welche das Virus auf den Menschen übertragen. Aktuelle medizinische Hinweise sind der Seite des Auswärtigen Amtes zu entnehmen. Anbei die Impfempfehlungen auf einen Blick:

Impfempfehlungen für Malaysia
  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Polio
  • Pertussis
  • Mumps
  • Masern
  • Röteln
  • Influenza
  • Hepatitis A und B
  • Typhus
  • Tollwut
  • Japanische Encephalitis

iv)       Wissenswertes über Land und Leute

In Malaysia trifft eine Vielzahl unterschiedlicher Kulturen aufeinander. Bräuche aus China, Malaysia, Indien und Europa haben sich hier vermischt. Die offizielle Staatsreligion ist der Islam. Dennoch haben alle der rund 22 Millionen Staatsbürger ein verfassungsrechtlich geregeltes Recht auf die Ausübung ihrer eigenen Religion. Neben dem Islam sind der Hinduismus, der Buddhismus, das Christentum sowie die Gemeinschaft der Sikhs in Malaysia verbreitet.

Weitere wichtige Informationen über Land und Leute sind:

  • Touristen sollten stets aufmerksam sein, da es immer wieder zu Diebstählen oder Trickbetrügereien kommt.
  • Die größte Stadt Malaysias ist Kuala Lumpur, die kulturelle Hauptstadt, in welcher sich zahlreiche Tempel und Wahrzeichen aus längst vergangenen Tagen finden, ist jedoch Malakka
  • Malaysia ist für den Export großer Mengen an Kautschuk, Zinn und Palmöl bekannt

v)       Die Bezwingung des Berges Kinabalu – Durchorganisierte Tour vs. Wandern auf eigene Faust

Der Mount Kinabalu ist, mit seinen 4.095 Metern, der höchste Berg Malaysias und befindet sich im Zentrum des malaysischen Bundesstaates Sabah. Im Blog von Eckart Winkler, welcher den Kinabalu bestiegen hat, ist nachzulesen, dass eine Bergsteigerausbildung nicht nötig ist, um den Gipfel zu erreichen, wohl aber eine gewisse Fitness. Es ist zum einen möglich, eine mehrtägige Tour zu buchen und den Berg in einer geführten Gruppe zu besteigen. Dies ist zum einen sicherer, als auf eigene Faust loszuziehen, zum anderen lernen die Teilnehmer so auch einiges über die artenreiche Flora und Fauna des Kinabalu. Doch laut Eckart Winkler ist es auch problemlos machbar, sich selbst zu organisieren. Hierzu muss lediglich im Vorfeld daran gedacht werden, einen Schlafplatz zu reservieren. Welche Kosten auf Wanderer zukommen und was es in Bezug auf die Ausrüstung zu beachten gibt, kann seinem Reisebericht entnommen werden.

Im Juni 2015 hat ein Erdbeben der Stärke 6,0 den ostmalaysischen Bundesstaat Sabah erschüttert. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich 18 Personen auf dem Mount Kinabalu, die dabei ums Leben kamen. Deshalb ist der Berg für Wanderer und Bergsteiger bis aufs weitere gesperrt worden. Aktuelle Informationen diesbezüglich sind der Homepage der Sabah PARKS zu entnehmen.

 

a)     Peru – Trekking-Endstation: Machu Picchu

Der Inka-Trail ist die bekannteste und beliebteste Wanderroute in ganz Südamerika. Der 44 Kilometer lange Trail startet in Cuzco und führt die Wanderer über die Berge zur legendären Inka-Stadt Machu Picchu. Aber dabei handelt es sich doch nun wirklich nicht um einen Geheimtipp, werden nun viele meinen. Stimmt, der eigentliche Geheimtipp sind die alternativen Routen, die aufgrund des sehr großen Aufkommens an Wanderern auf dem Inka-Trail und deren zahlenmäßigen Begrenzung durch die Regierung gewählt werden können.

Die verlassene Inka-Stadt Machu Picchu.

i)       Klimatische Bedingungen und beste Reisezeit

Das Klima in Peru ist von warmen Sommern, welche von Oktober bis April dauern und milden Wintern von Mai bis September gekennzeichnet. Im August beträgt die Durchschnittstemperatur in Lima 15 Grad und im Februar 23 Grad. Das ganze Jahr über heiß ist es in der Amazonastiefebene im Nordosten des Landes. Niederschläge sind fast ausschließlich während der Sommermonate zu verzeichnen. Doch in der Region um Machu Picchu gab es in den vergangenen Jahren vor allem im Januar heftige Regenfälle und Erdrutsche, weswegen Touristen dorthin eher in den Sommermonaten, also zwischen Mai und September reisen sollten.

ii)      Landschaftliche Besonderheiten

Die Landschaft Perus lässt sich in drei Bereiche untergliedern. Zum einen die Küstenregion, dann die Bergkette und schließlich den Regenwald, beziehungsweise den Nebelwald. Zudem findet sich in Peru die trockenste Wüste der Welt, die Atacama-Wüste, welche sich vom südlichen Peru bis weit nach Chile erstreckt. Landwirtschaft ist südlich von Lima bis zur chilenischen Grenze nur entlang der aus den Anden kommenden Flüsse möglich. Die Anden wiederum bilden die längste Gebirgskette der Erde und auf ihrer Hochebene befindet sich der Titicacasee. Der Regen- beziehungsweise Nebelwald bedeckt mehr als die Hälfte der Fläche Perus.

iii)    Einreisebestimmungen und Schutzimpfungen

Zur Einreise nach Peru genügt in der Regel ein gültiger Reisepass oder ein vorläufiger Reisepass. Wer über die USA einreist, benötigt zudem ein gültiges US-Visum. Auch bei der Einreise nach Peru ist es verpflichtend, dass die Reisedokumente noch mindestens sechs Monate über die Reisedauer hinaus gültig sind.

Vor allem all jenen, die in eines der ausgewiesenen Gelbfieber-Endemiegebiete von Peru reisen wollen, besonders in das peruanische Amazonasgebiet, wird dringend zu einer Gelbfieberimpfung geraten und zwar bereits ab einem Lebensalter von neun Monaten. Weiterhin werden die Standardimpfungen und bei längeren Aufenthalten auch Impfungen gegen Hepatitis A und B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Anbei die Impfempfehlungen auf einen Blick:

Impfempfehlungen für Peru

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Polio
  • Pertussis
  • Mumps
  • Masern
  • Röteln
  • Gelbfieber
  • Hepatitis A und B
  • Typhus
  • Tollwut

iV)       Wissenswertes über Land und Leute

Peru ist ungefähr dreieinhalb Mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland und Heimat von rund 28 Millionen Menschen. Eine wirkliche Mittelschicht gibt es in Peru nicht, wohl aber eine immense Kluft zwischen arm und reich, so das Portal „Perú erleben“. Weitere Informationen zu Land und Leuten nun in der Übersicht:

  • Seit 1973 existiert die völlige Religionsfreiheit in Peru.
  • 93 Prozent der Bevölkerung gehören nach wie vor der römisch-katholischen Kirche an.
  • Das Christentum wird vielerorts mit traditionellen Glaubensvorstellungen und indigenen Bräuchen vermengt.
  • Touristen können Bargeld an Geldautomaten grundsätzlich mittels Kreditkarte abheben, mit EC-Karte ist dies nur eingeschränkt möglich.