Felgen und Kompletträder im Winter

Bei der Wahl der Winterräder stellen sich viele Autofahrer die Frage, welche Kombination denn wohl die beste sei: Alufelgen und Winterreifen, Stahlfelgen und Ganzjahresreifen oder doch umgekehrt? Alles ist möglich und jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile. Wichtig ist jedoch vor allem, dass die Reifen der gesetzlichen Winterreifenpflicht entsprechen.

Achten Sie beim Kauf auf die M+S-Kennung. Da diese jedoch nicht genormt und daher kein eindeutiges Indiz für Wintertauglichkeit ist, sollte man zugunsten der Sicherheit besser noch auf das Schneeflockensymbol schauen. Das bekommen nur Reifen, die in Tests ein gutes Fahrverhalten auf Eis und Schnee unter Beweis gestellt haben. Sind die Reifen gefunden, fehlen noch die Felgen. Die müssen zur Bereifung passen – nicht nur optisch, sondern auch technisch. Fachhändler und viele Onlineshops bieten einen Felgenkonfigurator an. Nach der Eingabe der Fahrzeugdaten werden nur die Räder angezeigt, die genutzt werden dürfen. Im Idealfall kann auch gleich das eventuell notwendige TÜV-Gutachten für die Allgemeine Betriebserlaubnis heruntergeladen werden. Ansonsten findet man das aber auch auf den Webseiten der Felgenhersteller. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift gleich zu Kompletträdern, also einer fertig montierten Kombination aus Reifen und passender Felge. Auch die gibt es günstig im Internet – natürlich auch als Version für den Sommer. Die sollte dann aber wirklich nur zwischen Ostern und Oktober genutzt werden, denn Sommerräder und vor allem -reifen sind ganz anders konzipiert und nicht für Kälte, Eis und Schnee gemacht. Sie sind härter und die dafür oftmals verwendeten Alufelgen überstehen den Winter meist nicht sehr gut.

Alufelgen empfindlicher als Stahlräder

Überhaupt sollte man bei der Wahl der Felgen nicht nur auf die Optik schauen. Die meisten Autofahrer finden Alufelgen schicker und so sieht man immer weniger Fahrzeuge mit Stahlfelgen. Die haben jedoch auch ihre Vorteile, weil das Material robuster ist. Daher sind sie vor allem bei Geländewagen genutzt, die wirklich abseits der Straße unterwegs sind. Schotter und felsiges Gelänge können Stahlfelgen nichts anhaben. Kratzer an Alufelgen hingegen – und sei es nur durch eine Berührung mit dem Bordstein – sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch zu weiteren Schäden führen. Sie sollten daher immer von einem Fachmann ausgebessert werden. Doch nicht nur scharfkantige Gegenstände können Alufelgen angreifen, sondern auch Streusalz und Schneematsch im Winter. Einige Hersteller bieten daher inzwischen pulverbeschichtete Felgen an, die etwas widerstandsfähiger sind. Eine regelmäßige Pflege ist dennoch empfehlenswert – das gilt für alle Jahreszeiten. Ob Sie nun mit Stahl- oder Alufelgen durch den Winter fahren, hängt also vom eigenen Verhalten und natürlich vom Geschmack ab. Informieren Sie sich vor dem Kauf der Winterräder aber über die Qualität der Reifen. Der ADAC und die bekannten Fachzeitschriften testen regelmäßig Winterreifen in verschiedenen Größen. Dadurch erfahren Sie im Vorfeld, wie es um die Sicherheit bestellt ist, aber auch etwas über die Wirtschaftlichkeit – verbraucht der Reifen viel Sprit und wie schnell verschleißt er? Das und die Urteile anderer Autofahrer, die ebenfalls im Internet zu finden sind, helfen bei der Wahl der richtigen Kompletträder – Eis und Schnee verlieren so schnell ihren Schrecken und das Auto fahren macht auch im Winter Spaß.

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