Mit Auto und Kindern ohne Stress in den Urlaub – geht das?

© Edyta Pawlowska, Fotolia.com

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Vorab die Antwort: Ja, es ist möglich. Aber im Gegensatz zu Städtereisen von Singles oder Paaren, die spontan und ungebunden Urlaubstrips erleben, ist dazu eine bessere und umfassende Planung notwendig. Bei Schülern bieten beispielsweise die Osterferien als nächste Gelegenheit Raum dazu. Die Eltern sollten allerdings rechtzeitig vorher die Planungen beginnen und durchdacht herangehen.

Organisation im Vorfeld

Zunächst sollten sich die Eltern auf ein Reiseziel und einen groben Zeitraum einigen. Schulkinder kann man hierbei in die Planungen miteinbeziehen, ist allerdings an die Ferienzeiten gebunden. Urlaubstrips mit Säuglingen oder Kindergartenbesuchern besitzen hingegen einen flexiblen Zeitrahmen. Bei der Wahl des Ortes sollte entscheidend sein, dass für Eltern und Kinder gleichermaßen etwas geboten ist.

Familie mit Campingwagen, Foto: © Gorilla, Fotolia.com

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Reisen in große Städte mit vielen kulturellen Terminen sind für kleine Kinder eher ungeeignet. Hingegen sind Campingtrips, Badespaß an Stränden oder kleinere, kinderfreundliche Städte meist sehr gut. Äußerst wichtig ist das Budget, wobei die Eltern realistisch einschätzen sollten, was für

-        Spritgeld,

-        Übernachtungsgebühren,

-        Verpflegung,

-        Ausrüstung und

-        absehbare, individuelle Kosten

 

insgesamt alles zusammenkommt.

 

Vorsorgen für Säuglinge

Bei Babys benötigt man eine Menge Platz im Auto und muss umsichtig packen. Zunächst müssen Eltern einen korrekt befestigten Kindersitz haben, der nicht nur deutschen, sondern europäischen Normen genügt. Anhaltspunkte bietet die ECE 44/04 (zulässig ist daneben nur noch ECE 44/03), ein europaweiter Standard für Rückhaltevorrichtungen wie Babyschalen. Egal, wohin es geht, Säuglinge benötigen atmungsaktive Kleider und perfekten Sonnenschutz. Windeln, Milchpulver, Kuscheltiere und spezielle Schlafvorrichtungen sollten bei Bedarf ebenfalls nicht fehlen. Die Bedürfnisse, welche Babys zuhause haben, sollten auch im Urlaub erfüllt werden können. Speziell beim Camping, das oftmals an abgelegenen Orten stattfindet, ist Ersatz für nicht Mitgenommenes zuweilen schwer zu bekommen.

Ältere Kinder

Wenn die Kinder älter sind, steht bei vielen Reisen die Natur im Mittelpunkt. Das ist auch gut so, sitzen Schüler doch viele Tage daheim und in der Klasse beim Lernen. Doch die Kleidung und sonstige Ausstattung sollte angemessen sein. Dabei sind für Outdoor-Urlaube zunächst Rucksäcke mitzunehmen, die die Kinder in ihrer Entwicklung nicht schädigen. Spezialisierte Webshops wie schulranzen.net bieten Rucksäcke, die der s-förmigen Wirbelsäule Heranwachsender gerecht wird. Dabei können die dort gekauften Rucksäcke auch für die Schule verwendet werden. Beim Packen für Touren sollten diese nicht zu schwer werden. Darüber hinaus sind auch beim Wandern oder anderen Aktivitäten genügend Pausen einzuplanen.

Kleidung, Ausrüstung

Eltern sollten bei Urlauben in kühlen Monaten die Kinder nach der Zwiebel-Methode kleiden. Atmungsaktive, dünne Kleidungsschichten bedecken das Kind dabei wie die Schalen des Gemüses. Schnell und unkompliziert kann man so im Freien auf Veränderungen des Wetters reagieren. Für das Meer oder beim Wandern eignet sich für diese Zeiten auch ein Windbreaker. Liegt noch Schnee, sollten die Kleider ebenfalls kindgerecht sein. Bündchen mit Gummizug an Ärmeln und Beinen, an Schnüren befestigte Handschuhe, die nicht verloren gehen und warmhaltende, wasserabweisende Kleidung mit verdeckt genähten Reißverschlüssen sind geeignet, falls es in Gebiete geht, wo Schnee an der Tagesordnung ist, beispielsweise auf die Skipiste.

Strategien für die Fahrt

Mehr als 500 Kilometer pro Tag sollte man auf keinen Fall fahren. Dann empfiehlt es sich eher, noch eine Übernachtung einzulegen. Bei Säuglingen sollte möglichst der Schlaf-Wach-Rhythmus eingehalten werden. Man kann daher am frühen Abend starten und mit schlafendem Kleinkind und auf leeren Straßen gut vorankommen. Das Auto muss vorher hinsichtlich des Reifendrucks und des Ölstands überprüft werden. Auch die Staumeldungen sind sehr hilfreich.

Um Verzögerungen zu vermeiden und die regelmäßig notwendigen Pausen einhalten zu können, ist es auch denkbar, sehr früh am Morgen zu starten (bei nicht ganz so weiten Strecken). Bei älteren Kindern sollte man im Auto unbedingt für Entertainment in Form von Spielen, Büchern oder CDs sorgen. Schließlich sollte schon bei der Anfahrt zum Reiseziel gute Stimmung herrschen. Wer auf all diese Hinweise achtet, kann beruhigt mit seinen Kindern ins Auto steigen und dem lang ersehnten Urlaubsziel entgegenfahren.

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